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Schwieberdingen

 
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  Lage

Karte

Der Ort liegt im Bundesland Baden-Württemberg, nordwestlich der Landeshauptstadt Stuttgart. Aus historischem Blickwinkel betrachtet trat der Ort relativ spät in das Licht der Geschichte. Erstmals wurde Schwieberdingen 1304 urkundlich erwähnt. Der Ãüßerst fruchtbare Boden und die Furt über die Glems zogen schon früh die ersten Siedler an. Funde der jungsteinzeitlichen Kultur der "Schwieberdinger Gruppe" bezeugen die Besiedlung vor rund 3500 Jahren. Auch die Kelten siedelten hier, wie verschiedene Gräberfunde beweisen. Die wichtigste Römerstraße des Landes vom Rhein zur Donau führte hier über die Glems. Reste römischer Gutshöfe erinnern an die intensive landwirtschaftliche Nutzung. Die Römer wichen den Alemannen. Dem Alemannen Snidbert verdankt der Ort wahrscheinlich seinen Namen.

  • Entfernungen von und nach Schwieberdingen: Stuttgart 10 km, Ludwigsburg 5 km, Heilbronn 40 km, Karlsruhe 75 km

  • Infrastruktur: Autobahnanschluss A81, Zuffenhausen 3 km, Flughafen Stuttgart, 28 km Neckar Binnenhafen, 20 km ICE Hbf Stuttgart, 10 km S-Bahn Zuffenhausen, 6 km Verkehrverbund ja, VVS

  • Die topographische Lage: höchster Punkt 351 m NN Katharinenlinde, tiefster Punkt 238 m NN Ortsmitte

  • Einwohner: (Stand: 30.11.2000), Gesamt 9.423, davon: männlich 4.761 Einwohner, weiblich 4.662 Einwohner

  Geschichte

Nachweisbare Spuren der Besiedlung von Schwieberdingen sind seit der Jungsteinzeit, der Zeit der Kelten und der Römer vorhanden. Unser Ort entstand bei der Landnahme der Alemannen um 260 n. Chr. Der Ortsname wird auf den Sippenführer Suidbert zurückgeführt. Die erste Erwähnung von Schwieberdingen finden wir 1304, wo in der Esslinger Chronik von Feldern, die "versus Schwibertingen" liegen, berichtet wird. Die Endung -ingen lässt vermuten, dass der Ort noch viel älter sein muss. Verschiedene Bodenfunde auf unserer Markung zeigen, dass einst mehrere alemannische Siedlungen bestanden haben. Zwischen 750 und 802 war erstmals das im 14. Jahrhundert abgegangene Dorf Vöhingen auf unserer östlichen Markung erwähnt. Rund 2 Jahrhunderte früher als unser Ort wird die Nippenburg urkundlich erwähnt. Durch den Verlauf der alten Römerstraße muss sich der Ort planmäßig nach links und rechts ausgedehnt haben. Die Straße war es auch, die unseren Ort viele Jahrhunderte lang geprägt hat. Zwar wirkte sich in Friedenszeiten der Durchzug von Handels- und Kaufleuten günstig aus, doch in Kriegszeiten brachten die durchziehenden Heere auch viel Elend und Not in den Ort. Immer wieder wurde Schwieberdingen von Plünderern und Mordbrennern heimgesucht. Das war in der Zeit des Dreißigjährigen Krieges nicht anders als davor und danach.
Die Kriege des 19. Jahrhunderts und die beiden Weltkriege im 20. Jahrhundert forderten ebenfalls hohen Tribut von den Einwohnern der Gemeinde. Dazu kamen Zeiten von Missernten, Hungersnöten und Arbeitslosigkeit, was besonders im 19. Jahrhundert viele Einwohner zur Auswanderung trieb. In den Jahren 1816 bis 1851 sind 51 Personen und 1853/54 weitere 60 Personen nach Polen, Ungarn und Amerika ausgewandert. Anfang des 20. Jahrhunderts verließen 21 Personen unseren Ort, um in Argentinien ein neues Glück zu finden. Enkel und Urenkel jener Auswanderer kommen immer wieder hierher zurück und suchen nach Spuren ihrer Väter, wo diese geboren wurden, zur Schule gingen und ihre Berufe erlernten.
Ein wichtiges Datum im Rückblick auf die Geschichte unserer Georgskirche jährte sich 1998 zum 500. Mal. Im Jahre 1498 wurde der Chor der Georgskirche fertiggestellt, gebaut von Peter von Koblenz, einem bekannten und geschätzten Baumeister. Ihr heutiges Aussehen hat die Georgskirche jedoch im Laufe der Jahrhunderte erhalten. Vielfältige Ereignisse, Erfordernisse und Überzeugungen haben zu baulichen Veränderungen an ihrer äußeren und inneren Gestaltung geführt.

  Aktivitäten

Bilder vom Festakt

2003 – 125 Jahre FFw Schwieberdingeni

Mit Beethovens "Ode an die Freude" eröffnete das eigens für diesen Anlass ins Leben gerufene "Schwieberdinger Feuerwehr-Ensemble" (bestehend aus Mitgliedern der Jugendfeuerwehr, der aktiven Wehr und der Alterswehr) wahrlich gebührend den offiziellen Festakt zum 125-jährigen Jubiläum der Schwieberdinger Feuerwehr. Mehrere hundert geladene
Gäste waren gekommen und wurden bereits beim Eintritt in die Turn- und Festhalle in Staunen versetzt: Die Feuerwehrler/-innen hatten gemeinsam mit ihren Angehörigen für eine wunderschöne Dekoration und Ehrenkommandant Albert Burkhardt für eine beeindruckende Bühnenkulisse gesorgt.
Nachdem Kommandant Helmut Härle alle Gäste sehr herzlich begrüßt hatte, folgte das Grußwort von Landrat Dr. Haas. Er sprach den Mitgliedern der Schwieberdinger Feuerwehr große Anerkennung aus und lobte deren unermüdliches Engagement. „125 Jahre Schwieberdinger Feuerwehr bedeutet
eine Vielzahl von Ereignissen, aber auch 125 Jahre Sicherheit für die Bürgerinnen und Bürger", so der Landrat. Unter den Gratulanten freilich auch unsere Freunde aus der Partnergemeinde Großharthau. Bürgermeister Jens Krauße überbrachte die Wünsche seiner Gemeinde und würdigte das partnerschaftliche Miteinander beider Wehren.

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