Bautätigkeit in unserem Ort
Großharthauer wollen die Reithalle am Park sanieren
Minimalvariante ist eine Dach-Instandsetzung, Maximalziel eine komplette Restaurierung. Für beides sind Fördergelder nötig.

Die Reithalle am Park hat schon bessere Zeiten gesehen: Das Dach ist undicht, es regnet rein. Dr. Ralf-Peter Zober, Vereinsvorsitzender der Hunde- und Pferdeschule Großharthau, sieht deshalb „dringenden Handlungsbedarf“. Soll das das Ensemble am Park mit prägende Gebäude heutigen und künftigen Nutzern erhalten bleiben, muss etwas unternommen werden, und zwar möglichst rasch.
Die Pferdesportler des Vereins sind Hauptnutzer des Gebäudes. „Dadurch können wir das ganze Jahr lang trainieren, auch im Winter“, sagt Ralf-Peter Zober. Mit den Standardmaßen 40 mal 20 Meter bietet die Reithalle optimale Bedingungen für den Pferdesport. „Großharthau hat immer mit Pferden gelebt“, sagt der Vereinsvorsitzende.
Darüber hinaus nutzt gelegentlich auch die Gemeinde das Gebäude – beispielsweise für Aussteller der Messe „Lebensart“ im Juni. Wäre das Gebäude komplett saniert, wäre noch viel mehr möglich. Ein vor Jahren erarbeitetes Konzept nennt unter anderem Indoor-Spielplatz, Ausstellungshalle beispielsweise für Rassetiere oder auch ein stabiles Bierzelt bei Veranstaltungen im Park als Nutzungsoptionen.
Verein bildet Rücklagen
Die Chancen, bei der Sanierung des rund 100 Jahre alten Gebäudes voranzukommen, sind deutlich besser geworden, seitdem Jochen Walther Eigentümer des Rittergutes samt Reithalle ist. Der Dresdener ist in der Immobilienbranche tätig und steht sowohl der Nutzung der Halle durch die Hunde- und Pferdeschule als auch der geplanten Sanierung aufgeschlossen gegenüber. Rückenwind gibt es auch von der Gemeinde, die einen Teil der Sanierungskosten mittragen wird.
Je nach der Förderung sind zwei Varianten momentan im Gespräch: eine Komplettsanierung, die allerdings nur bei einer Förderung aus dem Programm zur integrierten ländlichen Entwicklung möglich wäre. Bürgermeister Jens Krauße: „Projekte bis zu 125000 Euro können aus diesem Topf gefördert werden – bei 75 Prozent Zuschuss.“ Die verbleibenden 25 Prozent der Kosten würden sich die Gemeinde und der Verein teilen. Dieser hat in den vergangenen Jahren Rücklagen gebildet; seine Mitglieder sind auch zu Arbeitsleistungen an der Reithalle bereit.
Variante zwei wäre eine Dachsanierung. Geschätzte Kosten: 40000 Euro. In diesem Fall hoffen die Großharthauer auf einen 50-prozentigen Zuschuss aus der Sportförderung. In beiden Fällen würde die Hunde- und Pferdeschule den Förderantrag stellen. Innerhalb der nächsten zwei Jahre, stellt Ralf-Peter Zober in Aussicht, soll das Bauvorhaben verwirklicht werden – ob als komplette oder abgespeckte Variante bleibt abzuwarten.

Von der „Herrschaftlichen Reitbahn“, wie sie das historische Foto zeigt, ist nicht mehr viel zu sehen. Eine Tafel erinnert an die Geschichte. Aber es gibt Baupläne. Fotos: Daniel Schäfer, privat
Neuer Spielplatz am Schlosspark – die Kletterburg steht bereits
Bis die Kinder auf dem Spielgerät toben dürfen, vergehen noch einige Wochen. Denn der Bau des Platzes hat erst begonnen.

Großharthau hat jetzt eine Burg – eine Kletterburg, die Maik Voigt und seine Kollegen vom Verein Oberlausitzer Holzgestaltung aufbauen. Foto: St. Unger
Im Bischofswerdaer Lutherpark können sich Großharthauer Kinder schon jetzt Lust auf den Spielplatz in ihrem Dorf holen. Denn die große Kletterburg, zentraler Punkt der Anlage, wurde in beiden Orten vom Sohlander Verein Oberlausitzer Holzgestaltung hergestellt. Am Freitag begannen Mitarbeiter des Vereines in Großharthau, die Kletterburg aufzubauen. Für weitere Spielgeräte, darunter Holzpferde, vergab der Technische Ausschuss der Gemeinde vor einigen Tagen den Auftrag – gleichfalls an den Sohlander Verein. Weidentunnel, große Sandspielfläche und Findlinge zum Klettern sollen den Spielplatz, der am Rand des Schlossparkes entsteht, komplettieren.
Auch wenn die Versuchung noch so groß ist – vorerst dürfen die Mädchen und Jungen die Kletterburg nicht erobern. Denn die Fläche ist Baustelle. Spätestens zum Internationalen Kindertag am 1.Juni soll der Spielplatz frei gegeben werden, stellt Großharthaus Bürgermeister Jens Krauße (SPD) in Aussicht.
Der Spielplatz wertet das Areal um den Großharthauer Park weiter auf. In privater Initiative entstanden das Hotel-Restaurant „Kyffhäuser“ und das Natura-Center, die Gemeinde baute eine Kulturscheune aus, und für die nahe Reithalle gibt es Bemühungen, Fördergelder für die Sanierung zu bekommen. (SZ/ir)
Großharthauer will auf früherer Deponie Öko-Strom erzeugen
An der Straße nach Bühlau ist ein Solarpark geplant, der rund 400 Haushalte mit Energie versorgen könnte.
Um nochmals 5000 auf knapp 30000 Quadratmeter soll der in Großharthau geplante Solarpark vergrößert werden. Die im Ort ansässige Helbig Energieberatungs GmbH möchte das Vorhaben nach Auskunft ihres Inhabers Bernhard Helbig in der zweiten Jahreshälfte verwirklichen. Der Gemeinderat stimmte dem Vorhaben am Donnerstagabend mehrheitlich zu.
Auf einer ehemaligen, vom Landkreis sanierten Deponie sollen Solarmodule mit einer Gesamtleistung von 1,5Megawatt aufgestellt und der Strom ins öffentliche Netz eingespeist werden. Mit dem erwarteten Energieertrag könnten 400 Vier-Personen-Haushalte mit Strom versorgt werden, sagte Bernhard Helbig. Trotz gekürzter Förderung lohne sich die 4,3-Millionen-Investition: Nach zwölf Jahren soll die Anlage Gewinn einfahren.
Drei Gemeinderäte stimmten gegen den Plan, einer enthielt sich – nicht aus baulichen Gründen, sondern auf Grund der Argumentation der Stromkonzerne, die Abnahmeverpflichtung für Öko-Strom sei einer der Energie-Preistreiber.
